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(29.03.2020, 15:52 Uhr)

 
 
 Satureja's Forum für ätherische Öle und Räucherwerk
  Suche:

Hallo Gabriela!
Immer hatte ich vor, Dich mal wieder ein bißchen zu löchern, jetzt hat sich einiges angesammelt:
1. Monika Werner gibt für ihren Stollen 7 Tr. Vanilleöl an. Ich habe aber so besonders leckere Schoten, die ich gerne nehmen möchte - davon ab, daß ich noch keinen äth. Vanilleextrakt habe. Wieviel Schote(n) entsprechen denn wohl 7 Tr. (auf 1 kg Mehl...)? Hast Du ´ne Idee?
2. M.W. gibt für Tonka immer Stäbchen an, aber es läßt sich doch ganz gut tropfen. Ist ein Stäbchen dann 1 Tr.? Oder eher ein Tr. aus so einer Mini-Pipette vom Neroli?
3. Mein Freund ist endlich mit seinem Ekzem zur Hautklinik gegangen (so sind´se, die Männer...). Aber mehr, als daß es ein Ekzem ist, haben sie ihm auch nicht gesagt. Er hat was verschrieben bekommen, aber die Ärztin hat gesagt, er kann ruhig auch mit Pflanzenölen etc. probieren, ob es hilft, denn genau wissen die auch nicht, woher das kommt.
Bei R.v. Braunschweig habe ich folgendes Rezept gefunden: 50 ml Lein- oder Hanföl, 40 ml Jojoba- oder Erdnußöl, 10 ml Sanddorn-, Nachtkerzen- oder Weizenkeimöl. Meine Frage: gibt es eine Mischung, die man dazugeben könnte oder sollte (also gegen Juckreiz, trockene Ekzeme etc.)? Ich will das Rezept auch nicht überladen...
Und er wünscht sich ein Körperöl. Gibt es da äth. Öle, die besonders heikel in solchen Fällen sind? Im Prinzip darf er es ja anwenden, nur will ich auch nichts Problematisches nehmen. Ich würde sonst eins Deiner Körperöl-Rezepte nehmen, die Du hier oder auf Deiner HP zur Verfügung gestellt hast.
Vielen, vielen Dank im Voraus für Deine Mühe sagt
Bettina
Hallo Bettina,

bin zwar nicht Gabriela, aber versuchen wir's mal.

7 Tropfen Vanille entsprechen ca. 8 bis 10 Gramm Schoten.
"Stäbchen" werden angegeben, weil Tonka bei Zimmertemperatur normalerweise zähflüssig bis fest ist - auf jeden Fall nicht tropft. Erst wenn Du es auf 40 bis 50°C erwärmst wird es flüssig.
Da es meist in kleinen Phiolen mit noch kleinerer Öffnung geliefert wird holt man es mit einem "Stäbchen" ( Zahnstocher oder Streichholz) raus.
Zum Ekzem Deines Freundes: Er sollte es auf jeden Fall mit natürlichen Mitteln/Ölen probieren - ist im Endeffekt wirksamer als Chemie.
Hanföl - OK, Leinöl - ??, Jojoba - OK, Erdnuß - ??, Sanddorn, Nachtkerze, Borretsch und Weizenkeim - OK.
Wo ein Fragezeichen steht gibt es keinen Hinweis auf eine positive Wirkung bei der vorgesehenen Verwendung.
Nachstehende Öle haben heilende Eigenschaften bei Ekzemen,
Die Öle kannst Du einzeln verwenden oder nach Geschmack mischen. 1 bis 2 ml auf 100ml Trägeröl
Benzoe (kann gelegentlich allergene Reaktionen auslösen, muß erst in Alkohol gelöst werden weil fest), Bergamotte, Kamille blau, Kamille römisch, Kamille wild, Lavendel, Manuka, Patchouli, Teebaum.

Noch ein Hinweis: Keine Seife, Waschlotionen oder ähnliches verwenden! Sie zerstören den natürlichen Säureschutzmantel und trocknen die angegriffene Haut noch mehr aus!
Wenn er mit den Trägerölen nicht zurecht kommt, versucht es mal mit Cremaba-S HT, wirksame Trägeröle und ätherische Öle können bis zu 40% zugegeben werden.

Schöne Grüße

Angelika
 Tensidfreie Seife 04.11.2003 (07:18 Uhr) passera
Hallo Angelika!
Danke schonmal für Deine Antwort.

> "Stäbchen" werden angegeben, weil Tonka bei
> Zimmertemperatur normalerweise zähflüssig bis fest ist -
> auf jeden Fall nicht tropft. Erst wenn Du es auf 40 bis
> 50°C erwärmst wird es flüssig.

Naja, der Witz ist ja, daß mein Tonka-Extrakt tropft (Primavera, nix dubioses!).

> Noch ein Hinweis: Keine Seife, Waschlotionen oder
> ähnliches verwenden! Sie zerstören den natürlichen
> Säureschutzmantel und trocknen die angegriffene Haut noch
> mehr aus!

Stimmt, klingt einleuchtend... Hast Du eine Idee, was man stattdessen nehmen kann? Ich habe eine Seife gemacht, die außer Wasser, Xanthan und diversen Wirkstoffen 1 ML Sanfteen als einziges Tensid enthält. Ist das wenig genug?
Und was macht man mit den Haaren. Da er duscht, kommt er ja auch auf diese Weise mit Tensiden in Berührung. Ich bekomme ihn wohl kaum dazu, Faber-Shampoo zu benutzen...
Ich wäre Dir sehr dankbar für einen Tip.

Cremaba soll ja ganz gut sein, aber 1. finde ich sie verdammt teuer und 2. rühre ich zu gerne selber ;-)

Schöne Grüße,
Bettina
Hallo Bettina,

> 1. Monika Werner gibt für ihren Stollen 7 Tr. Vanilleöl
> an. Ich habe aber so besonders leckere Schoten, die ich
> gerne nehmen möchte - davon ab, daß ich noch keinen äth.
> Vanilleextrakt habe. Wieviel Schote(n) entsprechen denn
> wohl 7 Tr. (auf 1 kg Mehl...)? Hast Du ´ne Idee?

Aus 3 kg Vanilleschoten erhält man 1 kg ätherisches Öl. Die sind also sehr ergiebig. Da ich aber eine absolut lausige Bäckerin bin, kann ich Dir hier nur wenig Tipps geben, ob eine Schote reicht oder ob Du besser zwei nimmt. Die genaue Umrechnung schlägt meistens fehl, weil das ätherische Öl immer nur ein Teil der Pflanze ist und dazu noch ein hochkonzentrierter!

> 2. M.W. gibt für Tonka immer Stäbchen an, aber es läßt
> sich doch ganz gut tropfen. Ist ein Stäbchen dann 1 Tr.?
> Oder eher ein Tr. aus so einer Mini-Pipette vom Neroli?

Das Tonka von Primavera ist 15 %ig und mit Weingeist versetzt und daher lässt es sich gut tropfen. Eine höhere Konzentration der Tonka ist eine sehr zähflüssige Sache und muss mit einem Stäbchen dosiert werden.


> 3. Mein Freund ist endlich mit seinem Ekzem zur
> Hautklinik gegangen (so sind´se, die Männer...). Aber
> mehr, als daß es ein Ekzem ist, haben sie ihm auch nicht
> gesagt. Er hat was verschrieben bekommen, aber die Ärztin
> hat gesagt, er kann ruhig auch mit Pflanzenölen etc.
> probieren, ob es hilft, denn genau wissen die auch nicht,
> woher das kommt.
> Bei R.v. Braunschweig habe ich folgendes Rezept gefunden:
> 50 ml Lein- oder Hanföl, 40 ml Jojoba- oder Erdnußöl, 10
> ml Sanddorn-, Nachtkerzen- oder Weizenkeimöl. Meine
> Frage: gibt es eine Mischung, die man dazugeben könnte
> oder sollte (also gegen Juckreiz, trockene Ekzeme etc.)?
> Ich will das Rezept auch nicht überladen...
> Und er wünscht sich ein Körperöl. Gibt es da äth. Öle,
> die besonders heikel in solchen Fällen sind? Im Prinzip
> darf er es ja anwenden, nur will ich auch nichts
> Problematisches nehmen.

Was besonders gut bei Juckreiz wirkt und gerade bei Hautproblemen hilft ist der Manuka (Leptospermum scoparium) und die Zeder (Cedrus atlantica) und der Lavendel fein natürlich.

In 100 ml könnte man

3 Tropfen Manuka (Leptospermum scoparium)
3 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
3 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)

geben. Damit sollten eigentich keine Nebenwirkungen auftreten und der Juckreiz wird gelindert. Da gerade der Manuka und die Zeder die Histaminproduktion regulieren und beeinflussen können und sie sind von ausgezeichneter Verträglichkeit.

Liebe Grüße

Gabriela
 Rückfragen und eine neue Frage 04.11.2003 (08:09 Uhr) passera
Hallo Gabriela!
Danke für Deine Antworten!

> Da ich aber eine absolut
> lausige Bäckerin bin, kann ich Dir hier nur wenig Tipps
> geben, ob eine Schote reicht oder ob Du besser zwei
> nimmt.

Macht nix, Du kannst ja wirklich schon genug, da mußt Du nicht auch noch backen können ;-)
Dann werde ich mal zwei Schoten nehmen (besser zuviel als zuwenig) bzw. schauen, wieviel die überhaupt wiegen...

> Das Tonka von Primavera ist 15 %ig und mit Weingeist
> versetzt und daher lässt es sich gut tropfen. Eine höhere
> Konzentration der Tonka ist eine sehr zähflüssige Sache
> und muss mit einem Stäbchen dosiert werden.

Wenn M. W. 1 Stäbchen angibt, wieviel sollte ich denn dann von der Verdünnung nehmen?


> Was besonders gut bei Juckreiz wirkt und gerade bei
> Hautproblemen hilft ist der Manuka (Leptospermum
> scoparium) und die Zeder (Cedrus atlantica) und der
> Lavendel fein natürlich.
>
> In 100 ml könnte man
>
> 3 Tropfen Manuka (Leptospermum scoparium)
> 3 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
> 3 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
>
> geben. Damit sollten eigentich keine Nebenwirkungen
> auftreten und der Juckreiz wird gelindert. Da gerade der
> Manuka und die Zeder die Histaminproduktion regulieren
> und beeinflussen können und sie sind von ausgezeichneter
> Verträglichkeit.

Und die anderen schönen Mischungen von Dir? Gibt´s dabei irgendwelche Öle, die man auf keinen Fall nehmen sollte?

Und eine Frage hatte ich tatsächlich noch vergessen. Sorry, aber dann laß ich Dich auch erst mal in Ruhe :-)

Wenn ich Mischungen mache, mache ich das manchmal zunächst in einem flachen Gläschen und fülle sie dann in diese Parfümröhrchen ab (die ich dann dunkel aufbewahre). Dabei habe ich festgestellt, daß sich bei Mischungen mit Honigwabe immer ein Bodensatz bildet, der sich auch nicht wegschütteln läßt. Ist das normal?

Vielen Dank noch mal, und das Anti-Juck-Rezept werde ich gleich mal ausprobieren.

Schöne Grüße,
Bettina
Hallo Angelika,


> Nachstehende Öle haben heilende Eigenschaften bei
> Ekzemen,
> Die Öle kannst Du einzeln verwenden oder nach Geschmack
> mischen. 1 bis 2 ml auf 100ml Trägeröl
> Benzoe (kann gelegentlich allergene Reaktionen auslösen,
> muß erst in Alkohol gelöst werden weil fest), Bergamotte,
> Kamille blau, Kamille römisch, Kamille wild, Lavendel,
> Manuka, Patchouli, Teebaum.
>
> Wenn er mit den Trägerölen nicht zurecht kommt, versucht
> es mal mit Cremaba-S HT, wirksame Trägeröle und
> ätherische Öle können bis zu 40% zugegeben werden.

Würdest Du mir bitte verraten, wo Du Dein Wissen über die ätherischen Öle her hast (Ausbildung gemacht und wo!) und vor allem wie Du darauf kommst, dass in Cremaba-S HT ätherische Öle bis 40 % (ist doch kein Schreibfehler oder? ) zugegeben werden können?

Denn Deine Antworten zeugen nicht gerade von einer besonders großen Sachkenntnis über ätherische Öle und ich ärgere mich jedesmal, wenn unqualifizierte Beiträge an kranke Personen weitergegeben werden. Denn gerade die Hobbythekbeiträge zu diesem Thema sind absolut daneben, viel zu unqualifiziert und zu hoch dosiert.

Und einfach auf Literaturempfehlungen zu verweisen ist leider zu wenig. Denn gerade bei den ätherischen Ölen gibt es leider viel Mist, aber wenig Brauchbares auf dem Markt. Und einfach nur zu sagen, diese Öle helfen ist auch zu wenig, da der Anwender in der Regel nicht weiß, wieviel Tropfen von welchem Öl, dann noch einfach auf irgendwelche Prozentzahlen zu verweisen, so unter dem Motto, nimm doch einfach 20 Tropfen von diesem oder jenem, ist in meinem Augen nicht gerade ein verantwortungsvoller Umgang mit der medizinischen Seite der ätherischen Öle.

Und bedenke bitte wieviele Menschen, die sich nicht auskennen, solche Forumsbeiträge lesen und sich denken, toll endlich was ich zu Hause habe und dies dann gleich an ihrem Säugling ausprobieren, weil doch ätherische Öle keine Nebenwirkungen haben können!

Auch kam es gerade zu vielen Nebenwirkungen weil die über Spinnrad und andere Firmen verkauften ätherischen Öle nicht für die Aromamedizin geeignet sind. Weil DAB- oder EuAB-Standard, also verschnitten und verpanscht und manche ätherischen Öle auch falsch deklariert wurden. In meinen Seminaren wurden mir schon ganz viele Fläschchen gezeigt, wo zwar als deutscher Name Zeder oder Kamille oder Melisse draufstand, aber eine komplett andere Pflanze botanisch deklariert wurde.

Bergamotte ist bei Ekzemen überhaupt nicht angebracht. Bei 20 Tropfen in einer Mischung ist sie auch sehr photosensiblisierend, also genau das richtige bei Ekzemen, an Hautstellen, wo viel Sonnenlicht drankommt.

1 ml Kamille blau haben natürlich ihren Preis und brauchen nicht komplett in eine Ekzemmischung gegeben werden. Hier reicht in einer Mischung 1 Tropfen vollkommen aus.

Die römische Kamille ist die Kamille für die Seele und nicht für körperliche Probleme. Ebenso ist sie mit 10 - 20 Tropfen in einer Mischung sehr hautreizend, kann Allergien auslösen und würde also ein Ekzem eher verschlimmern als verbessern.

Ich liebe es, wenn mit Kamille blau und römisch gleich noch die Kamille wild mit in einen Topf geworfen wird. Sie ist nämlich die ganz große Ausnahme, die zwar den günstigsten Preis hat, dafür aber auch die aggressivsten Wirkungen zeigt.

Lavendel und Manuka kann man zwar nehmen, aber auch hier kommt es auf die Dosierung an.

Benzoe ist mir in einer Ekzemmischung nicht gut genug, da gibt es besseres.

Teebaum wird ja immer vor alles und jedes empfohlen, aber bei Ekzemen ist er überhaupt nicht angebracht, da gerade das Teebaumöl die Haut reizt.

Liebe Grüße

Gabriela

Hallo Bettina,

also den Christstollen von der Monika Werner habe ich schon gebacken, war vom Geschmack klasse, aber von meinen Backkünsten her nicht gerade ein Augenschmaus, aber meine Lieben kennen das ja schon....

Ich habe bei einem kg Mehl 10 Tropfen Tonka 15 % drangetan.

> Und die anderen schönen Mischungen von Dir? Gibt´s dabei
> irgendwelche Öle, die man auf keinen Fall nehmen sollte?

Das kommt jetzt eben auf das Ekzem und die befallenen Hautstellen drauf an. Die würde ich mit der obigen Mischung behandeln, sozusagen punktuell und den Rest des Körpers kannst Du auch andere Mischungen nehmen. Ich würde dann darauf achten, dass die dann aber mit dem Ekzem nicht in Verbindung kommen.

Und für alle Mitleser, es kommt immer auf das Ekzem darauf an, weil es gibt hier ganz unterschiedliche Formen von einer oder ein paar befallenen Hautstellen, die vielleicht nur etwas rauher erscheinen bis zu ganz ekligen Sachen, die sich nicht für eine Behandlung mit ätherischen Ölen eignen. Man muss einfach immer wieder mal darauf hinweisen.

> Und eine Frage hatte ich tatsächlich noch vergessen.
> Sorry, aber dann laß ich Dich auch erst mal in Ruhe :-)

Eigentlich ist das Forum ja dazu da Fragen zu stellen, leider dauern die Antwort mitunter etwas. Momentan fiebert mein Kleinster und da ist meine Zeit halt etwas knapp.

>
> Wenn ich Mischungen mache, mache ich das manchmal
> zunächst in einem flachen Gläschen und fülle sie dann in
> diese Parfümröhrchen ab (die ich dann dunkel aufbewahre).
> Dabei habe ich festgestellt, daß sich bei Mischungen mit
> Honigwabe immer ein Bodensatz bildet, der sich auch nicht
> wegschütteln läßt. Ist das normal?

Ja, das ist aber fast bei allen zähflüssigen ätherischen Ölen so. Myrrhe und vor allem der Tolu gehören auch dazu.

Liebe Grüße

Gabriela
 Danke schön! 04.11.2003 (10:40 Uhr) passera
Hallo Gabriela!
Vielen Dank für die schnelle Antwort!
Gerade sind die Tonkabohnen und das Kardamomöl angekommen! Meine Güte, ich bin total verzückt von den Düften :-)
Gute Besserung an Deinen Kleinen wünscht
Bettina
 Ohje! :-( 04.11.2003 (11:34 Uhr) passera
Hallo Gabriela und Angelika!
Ich wollte keinen "Streit" über die ätherischen Öle, deshalb habe ich versucht, mich diplomatisch zu verhalten (was ich hiermit aufgebe...), aber es stimmt: ich bin ja schon sensibilisiert genug durch eine gewisse Forums-Zeit, aber ich stimme Gabriela zu, daß man auch die Wirkweise erklären sollte, wenn man Öle empfiehlt, sonst könnte es ja leicht in einem Automatismus enden: die Krankheit > das Öl.
Und dafür sind diese Öle wohl wirklich zu wirksam!
Jetzt, wo ich hier und aus den Büchern von Monika Werner über die Dosierung einiges gelernt habe, könnte ich mir gar nicht mehr vorstellen, 1-2 ml von irgendwas auf 100 ml Öl zu geben, denn die 5-10 Tr., die ich dazugebe, duften schon so intensiv und wunderbar (und zeigen Erfolge!), daß mehr davon einen eigentlich nur noch "umhauen" kann (im konkreten oder übertragenen Sinne...)
Schöne Grüße trotzdem an beide,
Bettina
Hallo Gabriela,

auch einige Wochenendkurse bei Forum Essenzia machen nicht allwissend!
Ich habe mein Wissen gesammelt und erarbeitet, als an Essenzia noch niemand gedacht hat und habe versucht, mich auch in Richtung Aromatherapie immer auf dem neuesten Stand zu halten, tausche mich mit amerikanischen, englischen und australischen Aromatherapeuten aus... vielleicht sagen Dir ja die Namen Balz und Pénoel was.

>>und vor allem wie Du darauf kommst, dass in Cremaba-S HT
> ätherische Öle bis 40 % (ist doch kein Schreibfehler
> oder? ) zugegeben werden können?

Da ich davon ausgehe, daß die Leser Deines Forums denken und rechnen können, nehme ich an, daß sie die 1 - 2% die ich als Anteil ätherischer Öle in Trägerölen angegeben habe entsprechend auf 50gr. Cremaba umrechnen können.
(20 Gramm der Trägeröl/ätherische Öle-Mischung bzw. 15 bis 25 Tropfen äth. Öl)

> Denn Deine Antworten zeugen nicht gerade von einer
> besonders großen Sachkenntnis über ätherische Öle und ich
> ärgere mich jedesmal, wenn unqualifizierte Beiträge an
> kranke Personen weitergegeben werden. Denn gerade die
> Hobbythekbeiträge zu diesem Thema sind absolut daneben,
> viel zu unqualifiziert und zu hoch dosiert.

Da sich bei mir in den letzten 10 Jaren niemand beschwert hat, den ich beraten habe, gehe ich davon aus eine gewisse Sachkenntnis zu besitzen.
Wenn Du Kurt Schnaubelt - Urheber der Hobbythekbeiträge - als unqualifiziert und absolut daneben bezeichnest, kommen mir so meine Bedenken, er leitet ein anerkanntes Forschungslabor für Aromatherapie.....

> Und einfach auf Literaturempfehlungen zu verweisen ist
> leider zu wenig.

Welche Literatur habe ich denn bitte empfohlen?

> Denn gerade bei den ätherischen Ölen
> gibt es leider viel Mist, aber wenig Brauchbares auf dem
> Markt.

Ich kann mich an einen Beitrag darüber in Deinem Forum erinnern, er wurde nach allen Regeln der Kunst "zerrissen" :-((

> Und einfach nur zu sagen, diese Öle helfen ist
> auch zu wenig, da der Anwender in der Regel nicht weiß,
> wieviel Tropfen von welchem Öl, dann noch einfach auf
> irgendwelche Prozentzahlen zu verweisen, so unter dem
> Motto, nimm doch einfach 20 Tropfen von diesem oder
> jenem, ist in meinem Augen nicht gerade ein
> verantwortungsvoller Umgang mit der medizinischen Seite
> der ätherischen Öle.

Aber wenn Du "Rezepte" hier anbietest funktionieren die immer!?
Jeder Mensch ist anders und jede "Krankheit" hat unter Umständen eine andere Ursache.
Die Nase "reinhalten" und aus den genannten Öle auswählen, was dem "Patienten" am symphatischsten ist - funktioniert meistens - der Körper weiß, was er braucht.

> Und bedenke bitte wieviele Menschen, die sich nicht
> auskennen, solche Forumsbeiträge lesen und sich denken,
> toll endlich was ich zu Hause habe und dies dann gleich
> an ihrem Säugling ausprobieren, weil doch ätherische Öle
> keine Nebenwirkungen haben können!

Das sind die Menschen, die Ihren Babies auch Antibiotika, Kortison u.A. "zukommen" lassen und sich keinerlei Gedanken über eventuelle Spätfolgen machen - die wirst auch Du nicht ändern!

> Auch kam es gerade zu vielen Nebenwirkungen weil die über
> Spinnrad und andere Firmen verkauften ätherischen Öle
> nicht für die Aromamedizin geeignet sind. Weil DAB- oder
> EuAB-Standard, also verschnitten und verpanscht und
> manche ätherischen Öle auch falsch deklariert wurden. In
> meinen Seminaren wurden mir schon ganz viele Fläschchen
> gezeigt, wo zwar als deutscher Name Zeder oder Kamille
> oder Melisse draufstand, aber eine komplett andere
> Pflanze botanisch deklariert wurde.

s.o. - dieser Beitrag wurde "platt" gemacht !!!


> Bergamotte ist bei Ekzemen überhaupt nicht angebracht.
> Bei 20 Tropfen in einer Mischung ist sie auch sehr
> photosensiblisierend, also genau das richtige bei
> Ekzemen, an Hautstellen, wo viel Sonnenlicht drankommt.

Welches Sonnenlicht? - wir haben Spätherbst/Winter - ich weiß nicht, ob das Wetter in anderen Bundesländern zum Sonnenbaden einläd und bis zum Frühjahr sollte das Problem erledigt sein! Im übrigen ist mir aus der wissenschaftlichen Literatut einschl. IFRA-Liste kein Fall bekannt, bei dem Hautveränderungen oder -reizungen bei 2%iger Verdünnung jemals aufgetreten sind.

> 1 ml Kamille blau haben natürlich ihren Preis und
> brauchen nicht komplett in eine Ekzemmischung gegeben
> werden. Hier reicht in einer Mischung 1 Tropfen
> vollkommen aus.
>
> Die römische Kamille ist die Kamille für die Seele und
> nicht für körperliche Probleme. Ebenso ist sie mit 10 -
> 20 Tropfen in einer Mischung sehr hautreizend, kann
> Allergien auslösen und würde also ein Ekzem eher
> verschlimmern als verbessern.

s.o. in dieser Verdünnung noch nie aufgetreten - es sei denn jemand ist dagegen allergisch - dann reicht es aber bereits wen er die Flasche anschaut - eigene Erfahrung.
Übrigens hat die Seele eine ganze Menge speziell mit Hauterkrankungen zu tun - oder wird das bei Essenzia unter den Tisch fallen gelassen?

> Ich liebe es, wenn mit Kamille blau und römisch gleich
> noch die Kamille wild mit in einen Topf geworfen wird.
> Sie ist nämlich die ganz große Ausnahme, die zwar den
> günstigsten Preis hat, dafür aber auch die aggressivsten
> Wirkungen zeigt.

s.o.

> Lavendel und Manuka kann man zwar nehmen, aber auch hier
> kommt es auf die Dosierung an.

Aber Hallo....

Lavendel und Teebaum sind Öle, die sogar offiziell pur in der Aromatherapie angewandt werden und mit Manuka sind bisher auch keine negativen Fälle bekannt geworden - und in dieser Verdünnung ???

> Benzoe ist mir in einer Ekzemmischung nicht gut genug, da
> gibt es besseres.

Indikationen: Psoriasis, Ekzem, Ulkus, Akne....
Abgesehen davon, daß ich selbst schon recht gute Erfahrungen bei Hautproblemen damit gemacht habe, müssen dann wohl außer den "Erfindern" der Aromatherapie auch die "grünen Jungs" aus USA und Australien unfähig sein, die im Gegensatz zu Deutschland richtig Geld in die Erforschung pflanzlicher Essenzen stecken.

Es ist immer sinnvoll, mehrere "Meinungen" zu einem Thema einzuholen! Das Internet ist diesbezüglich eine geniale Erfindung, aber auch das Studium der "Ur-Literatur" gibt wertvolle Anhaltspunkte für weitere Recherchen!

In diesem Sinne

Angelika
Hallo Angelika,

erstmals vielen Dank für Deine Antwort! Leider kann ich Dir trotzdem nicht zustimmen, denn in den letzten Jahren hat sich, was die Dosierung von ätherischen Ölen angeht, doch einiges verändert.

Auch wenn Du mit dem Forum Essenzia nicht viel anfangen kannst, findest Du hier ein gesammelts und vor allem lebendiges und praxiserprobtes Aromatherapeutenwissen auch im Austausch mit englischen, französischen, japanischen (nächstes Jahr gibts wohl ein Forum East) und anderen Aromatherapeuten. Ebenso finden hier in zweijährigen Abständen Symposien statt, wo sich alle Welt trifft und über ätherische Öle austauscht und die neusten Forschungsergebnisse einer breiteren Masse an Menschen bekanntgegeben werden.

Und wie immer, weniger ist oft mehr! Um die Jahrhundertwende wurde in der Homöopathie die sogenannte Arndt-Schulze-Regel aufgestellt: Kleine Reize fachen die Lebenstätigkeit an, grössere Reize hemmen sie und starke Reize führen zum Zelltod. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen dies insbesondere auf die ätherischen Öle, die spezifisch auf das Membransystem der menschlichen Zellen wirken. In niedrigen Dosierungen beeinflussen sie speziell die Aktivitäten bestimmter Enzyme, Carrier, Ionenkanäle oder Rezeptoren der Zelle. In höheren Konzentrationen unterstrücken sie diese Aktivitäten sogar durch Abdichtung der Membran. Soweit dazu, aber das sollte Dir eigentlich bekannt sein.

Verwechsle bitte die Arbeit von Aromatherapeuten mit denen Du Dich austauschst, nicht mit Ratschlägengeben im Internet. Weil es ein riesengroßer Unterschied ist, den Menschen vor sich sehen zu haben, mit ihm zu reden, als einfach nur lapidar und ohne weitere Erklärung warum, einfach nur Vorschläge zu unterbreiten, nimm doch einfach das Öl in 2 ml -(also 40 Tropfen Dosierung). Weil Du einfach hier nicht absehen kannst, die Konstitution des Menschen, die Lebensumstände (also die seeische Seite, die sowieso nur in niedriger Dosierung wirkt - je weniger Tropfen desto mehr wird auch die seelische Seite aktiviert), die zu solchen körperlichen Erkrankungen beitragen und auch die körperliche Erkrankung selbst. Ein Aromatherapeut, der seinen Patienten vor sich hat, kann also eine ganz andere Arbeit abliefern, als ein Internetvorschlag. Darüber sollten wir uns aber einig sein.

Über Kurt Schnaubelt brauchen wir uns nicht zu unterhalten, er mag ja ein Forschungslabor leiten, aber seine wunderbaren Mischungen haben halt zu sehr viel Nebenwirkungen bei den Anwendern geführt, wie auch immer...

Und auch ätherische Öle haben falsch angewendet Nebenwirkungen! Müsstet Du eigentlich wissen, ebenso den Unterschied in der Anwendung bei Kindern und Erwachsenen. Auch kannst Du mit ätherischen Öle nicht alles und jedes heilen, viel unterstützen zwar, aber auch hier gibt es Grenzen, die man kennen sollte.

Also die Fachfrau der Hobbytheksendung als Beraterin für ätherische Öle hat mir ja auch einen wunderbaren Brief geschrieben, indem sie schreibt, es gibt keine 100 % reinen ätherischen Öle. Wnn Du aber der Meinung bist, dass die DAB-Qualität oder EU-AB-Qualität sich für aromatherapeutische Anwendungung eignet, dann solltest Du ganz dringend Deine Kenntnisse auffrischen. Denn gerade die Qualität der ätherischen Öle ist bei aromamedizinischen Mischungen ganz wichtig, bei kosmetischen Mischungen liegt das ja in der Ansichtssache des Betrachters. Aber ich kenne niemand, der engagiert aromatherapeutisch mit DAB-Ölen arbeitet und auch in ganz vielen Fachzeitschriften, Verbänden und auch von Aromatherapeuten wirst Du hier keine Zustimmung erhalten!

Denn gerade diese ätherischen Öle nach DAB werden von Ärzten, Heilpraktikern und Krankenhäusern, die die Aromatherapie erfolgreich eingeführt haben, nicht verwendet! Im Gegenteil, man hat den Apothekern ganz schön Dampf gemacht, dass eine sehr gute Qualität hier eingeführt wurde. Aber das solltest Du vielleicht besser mit den entsprechenden Fachleuten und nicht mit mir diskutieren!

Dieses zurück zu den Basics, also die Urliteratur, ist ja ganz nett, aber mittlerweile gibt es halt viele neuere Erkenntnisse und auch viele Aromatherapeuten, mit denen ich gesprochen habe, würden so manches aus früheren Jahren heute auch nicht mehr so machen. Dafür entwickelt man sich ja weiter.

Die Mischungen die ich weitergebe, sind natürlich niedrig dosiert und viele meiner Leute, denen ich weiterhelfen konnte, haben mir bisher bestätigt, dass man solche Dosierungen 1 -2 ml auf 100 ml (20 - 40 Tropfen ätherisches Öl auf 100 ml) nicht braucht und dass sie viele ihrer Probleme auch mit weniger in den Griff bekommen haben. Ist doch schön? Und dass meine Mischungen soweit funktionieren, sollte dieses Forum mittlerweile schon hergeben. Und dafür bewege ich mich mit einer niedrigen Dosierung auf der sicheren Seite und weiß, dass selbst empfindlichste Personen keine Hautreizungen bekommen. Was bei 20 Tropfen Bergamotte durchaus schon der Fall sein kann, auch wenn Du solche Erfahrungen noch nicht gemacht hast. Sei doch froh darüber, denn ich denke, dass es Dich auch nicht glücklich macht, wenn Dir jemand aufgrund Deiner Empfehlung Nebenwirkungen erleidet.

Wichtig ist zu wissen der Unterschied zwischen der kosmetischen Anwendungen und der Aromatherapie, die wie der Name schon sagt, eine ärztliche oder heilpraktische Therapie ist und die immer auf das medizinische Wissen angewiesen ist. Denn nur mit dem medizinischen Wissen kannst Du erfolgreich auch mit hohen Dosierungen arbeiten. Ein Internetposting gibt das allerdings nicht her.

Und ich kenne halt eine ganze Reihe von Menschen, die aufgrund solcher Empfehlungen, ich erinner Dich jetzt auch speziell an den Copaivabalsam, Nebenwirkungen erlitten haben.

Liebe Grüße und vor allem Dir, eine erfolgreiche Zeit

Gabriela
 Re: Ganz viele Fragen - An Bettina 21.01.2004 (15:00 Uhr) Suleika
Hallo Gabriela,

ich stöbere mal wieder im Forum rum und find wieder mal mehr als gute Anworten (warum hat man nur so wenig Zeit und einen so kleinen Kopf?)

Unter anderem bin ich auf folgendes gestoßen:

>
> In 100 ml könnte man
>
> 3 Tropfen Manuka (Leptospermum scoparium)
> 3 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
> 3 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
>
> geben. Damit sollten eigentich keine Nebenwirkungen
> auftreten und der Juckreiz wird gelindert. Da gerade der
> Manuka und die Zeder die Histaminproduktion regulieren
> und beeinflussen können und sie sind von ausgezeichneter
> Verträglichkeit.

Du schreibst hier von 100 ml Öl - ich würds gern in ne Creme einarbeiten - welche Menge nehm ich am Besten bei ca. 50 gr. - die Hälfte ja wohl nicht, weil 100 ml 60 gr. sind, oder hab ich da jetzt einen Denkfehler?

Viele verschneite Sonnengrüße
Suleika
Hallo Suleika,

erstmal tuts mir leid, dass ich mich erst jetzt melde, aber mein Kleiner macht momentan die Nacht zum Tag und ich könnte bereits im Stehen schlafen.

Also irgendwie hast schon einen kleinen Denkfehler drin, denn eigentlich ist es bei der Dosierung von ätherischen Ölen egal, ob ml oder Gramm. Ich würde nur die Hälfte der ätherischen Öle reintun. Denn wie immer gilt: Weniger ist oft mehr.

Liebe Grüße

Gabriela

Dies ist ein Beitrag aus dem Forum "Ätherische Öle und Räucherwerk". Die Überschrift des Forums ist "Satureja's Forum für ätherische Öle und Räucherwerk".
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