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 Satureja's Forum für ätherische Öle und Räucherwerk
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 Fragen an Gabriela 24.03.2003 (10:39 Uhr) Catrin
Liebe Gabriela,

ich habe jetzt mal die Zeit gehabt, um mir Deine und Andis Forumseiten durchzulesen. Mir sind da ganz viele Fragen zu eingefallen und ein paar habe ich gerade parat. Es wäre sehr nett, wenn Du gelegentlich darauf antworten könntest:
1. Du hast mal geschrieben, daß man Copaibabalsam sehr gut verräuchern kann. Kann ich das direkt auf die Kohle tropfen? Wozu ist das gut?
2.Auch kann man damit wohl Räucherkegel herstellen. Wie stellt man diese her?
3. In Deinem Shop bietest Du einen Aschebeutel(?) an. Wozu ist der?
4. Du weist immer daruf hin, daß die meisten HT-Bücher eine zu hohe Konzentration der ätherischen Öle angeben. Hat das auch mit der Wirksamkeit zu tun? Ich meine (ich bin auch eher der Typ, der die Tropfen nicht so genau abzählt)haben sehr niedrige Konzentrationen auch die gewünschte Wirkung?
5. Warum eigenen sich ä.Öle, die, weil sie so teuer sind, schon in Alkohol oder Öl angeboten werden, nicht für aromatherapeutische Anwendungen? Ich verdünne sie doch auch, wenn ich sie in Öl oder Cremes einarbeite.Und gibt es eine Faustregel, wieviele "verdünnte" Tropfen ich nehmen muß, um das Ergebnis von reinen Ölen zu haben? Ich glaube, daß Rose 10% angeboten wird und Narzisse 1%ig.

So, das waren mal so meine Fragen, die mir bis jetzt eingefallen sind. Ich würde mich sehr freuen, wenn Du irgendwann die Zeit und Lust hast, zu antworten.

Ganz lieben Dank und viele Grüße
Catrin
 Re: Fragen an Gabriela 26.03.2003 (08:43 Uhr) Gabriela
Hallo Catrin,

> 1. Du hast mal geschrieben, daß man Copaibabalsam sehr
> gut verräuchern kann. Kann ich das direkt auf die Kohle
> tropfen? Wozu ist das gut?

Stimmt, Copaivabalsam lässt sich sehr gut verräuchern, aber er darf nicht pur auf die Kohle getropft werden, denn dies ist von der Menge zuviel. Man vermischt den flüssigen Copaivabalsam mit Sandelholz- oder Zimtpulver und kann ihn dann in kleine Kügelchen formen, die man dann auf die heiße Kohle legt.
Copaivabalsam erzeugt einen balsamischen und feinen Rauch, der positive Verbindungen zwischen Menschen schafft, bei Liebeskummer tröstet und Wärme und Geborgenheit spendet. Aber auch für Raumreinigungsräucherungen eignet er sich.

> 2.Auch kann man damit wohl Räucherkegel herstellen. Wie
> stellt man diese her?

Räucherkegel stellt man aus einer Mischung aus verschiedenen Räucherpflanzen her. Das Geheimnis ist allerdings nicht der Copaivabalsam sondern das Gummi arabicum, das man ganz fein pulverisiert, in der doppelten Menge Wasser auflöst und dann ca. drei Stunden einweichen lässt. Diese dann sehr zähe Flüssigkeit wird nun mit den anderen pulverisierten Räucherpflanzen gemischt, so dass man dann kleine Kegel formen kann. Diese werden dann für mindestens 3 - 4 Tage an einem warmen Ort zum Trocknen aufgestellt.

> 3. In Deinem Shop bietest Du einen Aschebeutel(?) an.
> Wozu ist der?

Der Aschebeutel besteht aus geruchloser und feingesiebter Asche aus Reisstroh und bewirkt, dass die Kohle gleichmäßiger verglüht, was bei Sand nicht der Fall ist.

> 4. Du weist immer daruf hin, daß die meisten HT-Bücher
> eine zu hohe Konzentration der ätherischen Öle angeben.
> Hat das auch mit der Wirksamkeit zu tun? Ich meine (ich
> bin auch eher der Typ, der die Tropfen nicht so genau
> abzählt)haben sehr niedrige Konzentrationen auch die
> gewünschte Wirkung?

Klar haben die niedrigen Dosierungen auch ihre Wirkung, ausprobieren!!!! Auch solltest Du Dir angewöhnen die Tropfen der ätherischen Öle abzuzählen, denn dann braucht man erheblich weniger ätherische Öle und die ätherischen Öle sind zum Verschwenden eigentlich zu Schade. Zum zweiten können hohe Dosierungen intakte Körperzellen zerstören (und das bereits ab 40 Tropfen ätherisches Öl in 50 ml Basisöl), diese Reaktion ist bei manchen aromamedizinischen Anwendungen gezielt erwünscht, aber zur täglichen Pflege der Haut schädlich!

> 5. Warum eigenen sich ä.Öle, die, weil sie so teuer sind,
> schon in Alkohol oder Öl angeboten werden, nicht für
> aromatherapeutische Anwendungen? Ich verdünne sie doch
> auch, wenn ich sie in Öl oder Cremes einarbeite.Und gibt
> es eine Faustregel, wieviele "verdünnte" Tropfen ich
> nehmen muß, um das Ergebnis von reinen Ölen zu haben? Ich
> glaube, daß Rose 10% angeboten wird und Narzisse 1%ig.

Ganz einfach, durch den sehr hohen Alkoholgehalt und die Verdünnung. Gerade bei aromamedizinischen Anwendungen ist dies bei den sehr teuren Ölen sehr wichtig. Beispiel: Melissenöl (Melissa officinalis). Das Melissenöl hat eine große Heilwirkung bei der äußerst schmerzhaften Gürtelrose. Dafür wird das Melissenöl in einem Trägeröl verdünnt und auf die befallenen Stellen aufgetragen. Das 30 %ige Melissenöl besteht aber zu 30 Teilen aus der echten Melisse und 70 Teilen Citronellaöl, das bedingt durch seine Inhaltsstoffe äußerst hautreizend und aggressiv wirkt. Dadurch entsteht mehr Schaden als Heilung. Ebenso ist es bei der 10 %igen Rose, die meist mit Alkohol verdünnt ist und niemand käme auf die Idee eine wunde, entzündete Haut mit Alkohol zu behandeln.
Bei der gesunden Haut in ein Basisöl oder eine Creme gegeben ist das was anderes, obwohl auch hier eine ganz trockene und empfindliche Haut auf den Alkoholanteil reagieren kann!
Ebenso die Verdünnung, eine Faustregel (die aber nicht viel gilt), besagt, dass ca. 20 Tropfen Iris 1 %ig, den Duft eines echten Iristropfen wiederspiegelt und das halt verfälscht, da der Alkoholanteil herausriecht. Auch wird der Alkoholanteil dann so hoch, dass man ein solches Öl nicht mehr für kosmetische Zwecke anwenden kann.
Daher empfehle ich auch bei den 1 oder 10 %igen Verdünnungen nicht mehr als 1 - 2 Tropfen in eine Mischung zu geben.

Liebe Grüße

Gabriela
 Ganz herzl. Dank für die umfangreiche Antwort! [ohne Text] 26.03.2003 (11:06 Uhr) Catrin

Dies ist ein Beitrag aus dem Forum "Ätherische Öle und Räucherwerk". Die Überschrift des Forums ist "Satureja's Forum für ätherische Öle und Räucherwerk".
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